Was ist der Yukon Arctic Ultra?

Jörn Theissig auf dem Wildnistrail des Yukon Arctic Ultra im Jahr 2013 Laut Veranstalter und Rennleiter Robert Pollhammer ist der Yukon Arctic Ultra der härteste und kälteste Ultramarathon der Welt. Bitterkalte Temperaturen bis unter -50°C, Wildnistrails, der Non-Stop-Rennmodus, die langen Etappen und eine strikte Zeitbegrenzung stellen die Teilnehmer vor schwer zu bewältigende Herausforderungen.

Seit 2003 folgt der Trail dem Streckenverlauf des härtesten Hundeschlittenrennens durch die unbarmherzige Welt im Norden Kanada ́s, dem Yukon Quest. Das Rennen des Yukon Quest erinnert an die historische Rolle des Trails bei der Erforschung des amerikanischen Nordens, als das Land ohne Hilfe moderner Beförderungsmittel erschlossen wurde. Was 14 Schlittenhunde gemeinsam bewältigen, müssen die Arctic Ultra Teilnehmer alleine schaffen, genauso unabhängig von äusserer Hilfe.

Sie können sich für unterschiedliche Distanzen anmelden: Marathon, 100, 300 oder 430 kanadische Meilen (= 160, 480 und 692 km) als Läufer, Skilangläufer oder Mountainbiker. Für die Distanzen gelten strenge Zeitlimits: wer die 430 Meilen nicht nach 13 Tagen geschafft hat, ist aus dem Rennen.

Auf dieser Königsdistanz von 430 Meilen müssen die Läufer insgesamt 10 Checkpoints anlaufen. Der kürzeste Abschnitt entspricht der klassischen Marathondistanz von 42 km, der längste und schwierigste Abschnitt ist ganze 160 km lang.

Die Durchschnittstemperaturen für Whitehorse täuschen über die tatsächlichen Extremwerte beim Yukon Arctic Ultra hinweg. So betrug die bislang niedrigste bei einem Rennstart gemessene Temperatur im Jahr 2008 -42°C. Die niedrigste Temperatur auf dem Trail wurde im Jahr 2007 auf der Strecke zwischen Pelly Farm und Dawson City gemessen: – 60°C.

Trotz unbarmherziger Rennbedingungen geht die Sicherheit der Athleten über alles. Wer keine Erfahrung mit Ultra-Marathon-Läufen oder Touren im schwierigen winterlichen Gelände hat, wird zum Rennen nicht zugelassen. Der Veranstalter arbeitet während des Rennens eng mit medizinischen Beratern zusammen. Sollten die Bedingungen lebensbedrohlich werden, z.B. aufgrund von anhaltenden Schneestürmen oder extremer Kälte, kann jederzeit eine Rennunterbrechung veranlasst werden.

Jörn Theissig auf dem Wildnistrail des Yukon Arctic Ultra im Jahr 2013 Jörn Theissig auf dem Wildnistrail des Yukon Arctic Ultra im Jahr 2013

Lesen Sie nächste Woche hier etwas über spezielle Ausrüstung für diesen extremen Lauf durch Eis und Schnee!

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Foto: Jörn Theissig auf dem Wildnistrail des Yukon Arctic Ultra im Jahr 2013

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