Updates aus der Vorbereitungsphase

Jörn´s Start in den Trainingslauf ins Wertheim Village war phänomenal

viele Menschen, tolle Stimmung, begeisterte Fans

Im Rahmen einer kleinen Zeremonie haben mehr als 50 Personen Jörn auf die Reise geschickt. Unter den Gästen waren viele Menschen, die entweder am Spendenzweck Anteil nehmen, oder als Extremsportler auch an der sportlichen Herausforderung interessiert sind. Der Direktor des UCT an der Uniklinik Prof. Dr. med. Brandts dankte Jörn und damit auch dem Verein für das Engagement und die Hilfe für die Betreuung in der Psychoonkologie.

 

Jörn hat eben selbst schon ein Video geschickt, das er auf dem iPhone aufgenommen hat. Bildqualität ist super, der Ton ist etwas gedämpft.

 

Und bereits vor dem Start hat sich TV und Presse geäußert

Rhein-Main-TV war bei dem Start dabei und hat Prof. Dr. med. Brandts und Bernhard Läpke vom Projekt Verein Schmetterling e.V. interviewt:


 

Die Frankfurter Neue Presse schreibt:

700 Kilometer durch Eis und Schnee
Zwei Wochen im Eis bei Minus 50 Grad: Ein Frankfurter Extremsportler wird am härtesten Ultramarathon der Welt in Kanada teilnehmen.

und ergänzt:

Er geht an seine Grenzen. Jörn Theissig, Kriminaloberrat des Bundeskriminalamtes und Frankfurter Extremläufer, wird am 8. Februar 2015 am „Yukon Arctic Ultra Marathon“ in Kanada teilnehmen, der als schwerster, kältester und härtester Ultramarathon der Welt gilt. Die Vorbereitung des Extremsportlers läuft schon seit einigen Monaten. In einem Kühlhaus hat er die Auswirkungen klirrender Kälte getestet. Nicht nur seinen Körper, auch seinen Geist hat er trainiert, um den Belastungen in Eis und Schnee trotzen zu können. Jetzt startet er zu einer letzten großen Trainingsaktion. Heute bricht Theissig zu einem dreitägigen Trainingslauf von Frankfurt bis in das Einkaufszentrum Wertheim Village auf.

Und in der Wertheim Village wird er bereits herzlich erwartet:

Für den 150 km langen Lauf ins Wertheim Village wird Herr Theissig ca. 48 Stunden benötigen und dort am 02. November, dem verkaufsoffenen Sonntag des Villages, um ca. 15.00 Uhr einlaufen. Bei seiner Ankunft wird er vom Team des Wertheim Villages und Ursula Bouffier, Ehefrau des hessischen Ministerpräsidenten und Schirmherrin des Vereins Projekt Schmetterling e.V., in Empfang genommen.

Der Anlass für den Lauf ist eine Sonderveranstaltung in der Wertheim Village

Sonderveranstaltung in der Wertheim Village

Sonderveranstaltung in der Wertheim Village

Großzügige Spende wird im Newsletter angekündigt

Parallel zum Spendenlauf werden Mitglieder des Verein Projekt Schmetterling e.V. am 31. Oktober und 02. November 2014 im Wertheim Village über ihre Charityarbeit aufklären und um Spenden bitten. Dies rundet das Wertheim Village mit einer Spende in Höhe von 5.000 Euro für den Verein Projekt Schmetterling e.V. ab, der an Frau Bouffier übergeben wird.

Und wenn Sie das gute Beispiel anregt, dann übernehmen Sie doch eine Meilenpatenschaft!

 

 

 

 

Jörn macht diese Woche einen kleinen Trainingslauf….150 km ins Wertheim Village

Wann und warum lesen Sie in diesem Newsletter.

wertheim_logoAm kommenden Freitag,  31. Oktober, um 11 Uhr ist Startschuss für Jörn zu einem seiner längsten Trainingsläufe…und auch dieser hilft dem Verein Projekt Schmetterling e.V.. Wertheim Village, das bekannte Outlet Center eine Autostunde östlich von Frankfurt, ist das Ziel seines Laufs, welches den Spendenlauf und damit den Verein  Projekt Schmetterling e.V. mit einer großzügigen Spende von 5000 € unterstützt. Dafür bedankt sich Jörn auf seine Weise…er läuft die 150 km von Frankfurt nach Wertheim zu Fuß, um den Scheck persönlich abzuholen. Er wird am 2. November um 15 Uhr beim verkaufsoffenen Sonntag im Wertheim Village vor hoffentlich tausenden von Shoppern einlaufen. Die Schirmherrin des Vereins Schmetterling, Fr. Ursula Bouffier, die Gattin des hessischen Ministerpräsidenten wird Jörn empfangen und mit ihm zusammen den Scheck des Wertheim Village entgegen nehmen.

Die Streckenführung für den Trainingslauf

Jörns Strecke am Main entlang von Aschaffenburg nach Wertheim

Jörns Strecke am Main entlang von Aschaffenburg nach Wertheim

Jörn läuft am Mainradweg entlang von Frankfurt bis nach Wertheim. Diese 150 km absolviert er unter Rennbedingungen…mal abgesehen davon, dass es natürlich nicht annähernd so kalt ist wie im Yukon. Die Pulka, beladen mit seiner kompletten Ausrüstung, hat er auf Rollen geschnallt. Er übernachtet in seinem Zelt am Mainufer und kocht die Mahlzeiten auf seinem Benzinkocher. Insgesamt wird er etwa 30 Stunden marschieren…vergleichbar mit den Rennkonditionen beim Yukon Arctic Ultra für die gleiche Distanz.

Wir werden Jörn gebührend mit einem Startschuss verabschieden. Bei einer kleinen Startzeremonie am Universitätsklinikum Frankfurt wird Jörn von Bernhard Läpke und Vertretern der Uniklinik und des Wertheim Village verabschiedet. Auf den ersten 5 Kilometern am Mainufer werden wir ihn mit einer kleinen Abordnung von Läufern begleiten.  Wenn Sie selbst Jörn auf seinen ersten Kilometern begleiten möchten, melden Sie sich bitte per email an o.debald@verein-schmetterling.de. Oder kommen Sie einfach um 11:45 Uhr an das Mainufer unterhalb der Uniklinik Frankfurt. Dort wird er loslaufen.

Noch mehr freuen wir uns, wenn Sie Jörn im Wertheim Village empfangen…und die Gelegenheit zu einer kleinen shopping Tour durch das attraktive Wertheim Village nutzen würden. Die shops sind am 2. November von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Mehr dazu erfahren Sie unter http://www.wertheimvillage.com/de/was-ist-los/neuigkeiten/item/2014/10/yukon-lauf

wertheim_eingang

Wir bedanken uns recht herzlich bei Wertheim Village für diese tolle Aktion und wünschen Jörn alles Gute auf seinem langen Trainingslauf. Nächste Woche werden wir berichten, wie es war.

 

Ausrüstung für den Yukon Arctic Ultra (YAU) oder was packe ich in meine Pulka?

Die richtige Ausrüstung für einen Ultra Marathon

Jörn mit Atemschutz in der Nacht

Jörn mit Atemschutz in der Nacht beim Aufbruch vom Checkpoint Braeburn nach Ken Lake

Über die extremen äußeren Bedingungen beim YAU hatte ich letzte Woche berichtet. Wie stelle ich mich nun mit der richtigen Ausrüstung auf das Rennen ein? Der Veranstalter Robert Pollhammer überträgt die Verantwortung dafür an die Läufer, steht diesen aber mit umfangreichen Tipps zur Verfügung. Die Athleten müssen  – auch zur Vermeidung von lebensbedrohlichen Situationen –  ihre Ausrüstung möglichst so zusammenstellen, dass sie auf alle denkbaren Situationen beim Rennverlauf eingestellt sind. Dies betrifft sowohl das Koch-, Schlaf- und Lichtsystem, die Verpflegung und Getränke als auch die Ersatzkleidung für alle Wetterbedingungen. Die Läufer müssen sich mit den Gefahrensituationen (Verhalten im Schneesturm, Einbruch durch dünnes Eis, dramatischen Temperaturstürzen) auseinandersetzen und diese gedanklich durchspielen, damit im Ernstfall ein Risiko möglichst minimiert wird.

Ausrüstungstest im Froster des Frischeparadies

Ausrüstungstest im Froster des Frischeparadies (7 Stunden bei – 26°C)

In den Wintermonaten kann in den Yukon-Territories die Temperatur innerhalb von 12 Stunden durchaus um 30 ° Celsius steigen oder fallen. Die Kleidung muss Schweißbildung bei der extremen Kälte vermeiden helfen. Bei sog. Cold Spots (stark sinkenden Temperaturen) besteht ansonsten die Gefahr, dass ganze Kleidungsstücke zu Eispanzern gefrieren können. Das Zwiebel-System, d.h. mehrere Kleidungsschichten übereinander zu tragen, hat sich beim YAU bewährt. Bei extremen Minusgraden ist zudem die Verwendung von Vapour Barrier Liner (VBL) – sogenannte Dampfsperren – zu empfehlen.  Im Schlafsystem verhindert ein dampfdichter dünner VBL-Schlafsack, dass Daunenschlafsäcke durch die Körperausdunstungen feucht und klamm werden und somit das Isolationsvermögen des Schlafsacks nachlässt.  Um auch an den Füßen eine Wärmeableitung zu vermeiden, gibt es spezielle VBL-Socken, die über die dünnen Socken (1. Schicht) und unter den eigentlich wärmenden Socken (2. Schicht) getragen werden.  Bei diesem (letztendlich) 3 Schichten-Socken-System müssen die Schuhe entsprechend ein bis zwei Nummern größer gewählt werden.

Teil der Pflichtausrüstung

Teil der Pflichtausrüstung: Säge, GPS, Kompass, Signalpfeife, Tampons für den Brandbeschleuniger sowie Heat Pads (im Hintergrund)

Der Veranstalter des YAU – Robert Pollhammer und sein Team – versuchen durch die Vorgabe einer Pflichtausrüstung die Gefahren für die Athleten auf ein Minimum zu reduzieren. Zu dieser Pflichtausrüstung – die bei jedem Teilnehmer durch einen Ausrüstungscheck unmittelbar vor dem Lauf überprüft wird – gehören u.a. Stirnlampe, Ersatzbatterien, Sturmfeuerzeug, wasserdichte Zündhölzer, Brandbeschleuniger, Schlafsack mit Extrem Zone – 35° C oder kälter, Biwacksack, chemische Heat Pads, 1. Hilfe Set, Kompass, GPS, Steigeisen, Lawinenschaufel, Säge und ausreichende Notfall-Nahrung für mindestens 48 Stunden. Zudem wird ein Atemschutz gegen die klirrende Kälte empfohlen.

Die gesamte Ausrüstung muss dann auch noch möglichst gewichtsschonend in der nicht allzu großen Pulka, dem speziellen Ziehschlitten, untergebracht werden. Ganz im Sinne der kompletten Unabhängigkeit in der Wildnis müssen die Teilnehmer ihre gesamte Ausrüstung ja selber durch die tiefgefrorene Landschaft Kanadas schleppen.

Lesen Sie nächste Woche hier – aus aktuellem Anlass – etwas über einen mehrtägigen Trainingslauf der besonderen Art.

Was ist der Yukon Arctic Ultra?

Jörn Theissig auf dem Wildnistrail des Yukon Arctic Ultra im Jahr 2013 Laut Veranstalter und Rennleiter Robert Pollhammer ist der Yukon Arctic Ultra der härteste und kälteste Ultramarathon der Welt. Bitterkalte Temperaturen bis unter -50°C, Wildnistrails, der Non-Stop-Rennmodus, die langen Etappen und eine strikte Zeitbegrenzung stellen die Teilnehmer vor schwer zu bewältigende Herausforderungen.

Seit 2003 folgt der Trail dem Streckenverlauf des härtesten Hundeschlittenrennens durch die unbarmherzige Welt im Norden Kanada ́s, dem Yukon Quest. Das Rennen des Yukon Quest erinnert an die historische Rolle des Trails bei der Erforschung des amerikanischen Nordens, als das Land ohne Hilfe moderner Beförderungsmittel erschlossen wurde. Was 14 Schlittenhunde gemeinsam bewältigen, müssen die Arctic Ultra Teilnehmer alleine schaffen, genauso unabhängig von äusserer Hilfe.

Sie können sich für unterschiedliche Distanzen anmelden: Marathon, 100, 300 oder 430 kanadische Meilen (= 160, 480 und 692 km) als Läufer, Skilangläufer oder Mountainbiker. Für die Distanzen gelten strenge Zeitlimits: wer die 430 Meilen nicht nach 13 Tagen geschafft hat, ist aus dem Rennen.

Auf dieser Königsdistanz von 430 Meilen müssen die Läufer insgesamt 10 Checkpoints anlaufen. Der kürzeste Abschnitt entspricht der klassischen Marathondistanz von 42 km, der längste und schwierigste Abschnitt ist ganze 160 km lang.

Die Durchschnittstemperaturen für Whitehorse täuschen über die tatsächlichen Extremwerte beim Yukon Arctic Ultra hinweg. So betrug die bislang niedrigste bei einem Rennstart gemessene Temperatur im Jahr 2008 -42°C. Die niedrigste Temperatur auf dem Trail wurde im Jahr 2007 auf der Strecke zwischen Pelly Farm und Dawson City gemessen: – 60°C.

Trotz unbarmherziger Rennbedingungen geht die Sicherheit der Athleten über alles. Wer keine Erfahrung mit Ultra-Marathon-Läufen oder Touren im schwierigen winterlichen Gelände hat, wird zum Rennen nicht zugelassen. Der Veranstalter arbeitet während des Rennens eng mit medizinischen Beratern zusammen. Sollten die Bedingungen lebensbedrohlich werden, z.B. aufgrund von anhaltenden Schneestürmen oder extremer Kälte, kann jederzeit eine Rennunterbrechung veranlasst werden.

Jörn Theissig auf dem Wildnistrail des Yukon Arctic Ultra im Jahr 2013 Jörn Theissig auf dem Wildnistrail des Yukon Arctic Ultra im Jahr 2013

Lesen Sie nächste Woche hier etwas über spezielle Ausrüstung für diesen extremen Lauf durch Eis und Schnee!

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Foto: Jörn Theissig auf dem Wildnistrail des Yukon Arctic Ultra im Jahr 2013