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Jörn Theissig schafft neuen Distanz Rekord – und überwindet einen wichtigen Meilenstein

Rennbericht Tag 4

Um 3 Uhr morgens ging Jörn Theissig auf die längste Etappe dieses unglaublichen Ultra Marathons.  Als er um 20 Uhr im Checkpoint Ken Lake ankam, lagen 73 km hinter ihm.  Das entspricht fast zwei Marathonläufen an einem Tag….und das am 4. Tag des Rennens. Diese Etappe war auch gleichzeitig ein emotionaler Meilenstein für Jörn…bei seiner ersten Teilnahme vor zwei Jahren war hier Schluss…weil er und sein Partner Christoph Kurth das Zeitlimit für diese Etappe nicht schafften. Nun blieb Jörn trotz der großen Kälte zu Beginn des Rennens deutlich unter dem Zeitlimit…und darf weiter laufen.

Entschädigt wurde Jörn für diesen Kraftakt durch die unglaublich schöne Landschaft rund um den Ken Lake. Zugefrorene Seen, verschneite Wälder und ein herrlicher Sonnenuntergang waren ein unvergesslicher Anblick. Kurz nach 21 Uhr legte sich Jörn dann müde in sein kleines Zelt, dieses mal ohne Sorge, dass er vor Kälte zittern müsste. Es ist deutlich wärmer geworden im Yukon. Tagsüber waren es nur noch etwa – 20 °. Das ist seine Wohlfühltemperatur. Im Laufe der Woche soll es dann noch etwas „wärmer“ werden. Das ändert nichts daran, dass er noch gut 460 Kilometer bis nach Dawson City zu gehen hat.

Die anderen Athleten

Die Spitze des Rennens ist enger zusammen gerückt. Die beiden führenden Italiener Enrico Ghedoni und Hanno Heiss mußten den ganzen Tag im Checkpoint verbringen. Enrico hatte einen Defekt am Hinterrad seines Mountainbikes und konnte erst am Abend weiterfahren. Hanno Heiss mußte seinem hohen Anfangstempo beim Laufen Tribut zollen und wegen Schmerzen in der Wade eine 24 stündige Pause einlegen. Einzig Derek Corwe aus Kanada führt einsam die Spitze auf seinem Mountainbike an. Er hat jetzt schon deutlich über 200 Meilen geschafft, fast die Hälfte des Rennens.

 

 

Tag 2 des Yukon Arctic Ultra – eine echte Prüfung für alle Athleten

Jörn Theissig ist noch im Rennen

Die gute Nachricht vorweg: Jörn Theissig ist noch im Rennen, er ist gesund und guten Mutes. Die auch für hiesige Verhältnisse ungewöhnliche Kälte erfordert allerdings eine andere Strategie. In der ersten Nacht musste Jörn schon Temperaturen von unter -40 Grad meistern. Selbst im Arktis erprobten Schlafsack war es so kalt, dass an langen Schlaf nicht zu denken war. Also ist er einfach weitergelaufen um warm zu bleiben. Gegen 14 Uhr Ortszeit – 4 Stunden vor Zeitplan – kam er am zweiten Checkpunkt Dog Grave Lake mitten in der Wildnis des Yukon an. Dort wollte er zunächst 3 Stunden im geheizten Zelt  schlafen, um dann gemäß Rennplan den ganzen Abend weiter zu laufen.  Gegen 19 Uhr Ortszeit hat er sich dann entschlossen, die Nacht am Checkpoint zu bleiben. Das Risiko mit feuchten Kleidern in eine weitere Nacht mit -45° zu starten war ihm zu groß. Eine sehr vernünftige Entscheidung.

Durchdachte Ausrüstung – trotzdem erste Ausfälle

Bislang hat er dank durchdachter Ausrüstung und großer Disziplin Erfrierungen vermeiden können. Nicht allen Athleten ging es so gut. Es gibt bereits mehr als 10 Ausfälle, die meisten wegen Frostbeulen unterschiedlichen Grades.. Ein Athlet wurde per Helikopter evakuiert um seine Erfrierungen an Zehen und Fingern schnell zu behandeln. Es geht ihm zum Glück gut.

Streckenrekord in Sicht

Tag2LandschaftGanz vorne im Rennen sind eine Handvoll richtig schnelle Athleten unterwegs. Wider Erwarten sind die Mountainbiker nicht ganz alleine. Hanno Heiss aus Italien ist zu Fuss praktisch genau so schnell wie die beiden Mountainbiker Derek Crowe aus Kanada und Tim Sommers aus  Australien. Sie alle haben schon fast die doppelte Distanz von Jörn Theissig geschafft und sind auf dem Weg zu neuem Streckenrekord…. wenn sie ihr Tempo halten können und mit der Kälte zurecht kommen.

Weitere Informationen über das Rennen gibt es auf der Facebook Seite Yukon Arctic Spendenlauf.

Jörns Position im Rennen können Sie über das Live Tracking System verfolgen.