Das Rennen nach Dawson City ist für Jörn Theissig nach 323 Meilen zu Ende

Er trifft die richtige Entscheidung für seine Gesundheit

Jörn musste den Lauf nach Dawson City heute morgen leider auf Meile 323 (Kilometer 520) abbrechen. Die sich seit Tagen anbahnende Entzündung in beiden Fussgelenken verursacht extreme Schmerzen, die sich nur noch mit starken Schmerzmitteln bekämpfen liessen. Die Gelenke sind stark geschwollen und lassen ein Weiterlaufen nicht zu. Er ist zu weit vom nächsten Checkpoint entfernt, um sich da noch hin zu schleppen und Jörn würde damit dauerhafte Schäden und damit seine Gesundheit riskieren.  Er hat sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Seine Kraft und sein Spirit hätten ihn noch weit über Dawson City hinaus getragen. Er will nicht abbrechen, aber er ist vernünftig genug, es einzusehen. Neben der sensationellen sportlichen Leistung, die Jörn hier erbracht hat ist dies vielleicht sein größter und stärkster Moment. Er hat verstanden, dass er die Wahl zwischen seiner Gesundheit und dem Erreichen des Ziels in Dawson City treffen muss. Und er hat die richtige Wahl getroffen.  Jörn wird nun von einem Snowmobil vom Trail geholt und nach Pelly Farm zurück gebracht, wo er untersucht wird. Otmar und Ingrid Debald werden versuchen, ihn so bald wie möglich zu treffen und werden berichten, wie es ihm geht.

Begeisterung für Jörn

Jörn Theissig hat hier eine unglaubliche Leistung vollbracht. Er ist 520 km in 10 Tagen bei Temperaturen von bis zu -45° gelaufen. Er hat viele Menschen hier in Kanada und zu Hause in Deutschland mit seinem Lauf begeistert und er hat diesem Lauf einen Sinn gegeben, in dem er sich für krebskranke Menschen eingesetzt hat. Der Arctic Ultra ist kein Wettrennen unter Wettbewerbern sondern ein Rennen gegen sich selbst, mit dem Ziel so weit wie möglich zu kommen. Jörn kam sehr weit….nur 6 Läufer sind weiter gekommen als er. Das Ziel war nicht um jeden Preis anzukommen, sondern gesund anzukommen. Jörn hat sich über ein Jahr gewissenhaft auf dieses Rennen vorbereitet und mit großer Disziplin trainiert und gelebt. Wir ziehen den Hut vor Jörns Leistung und vor seiner Einsicht, die Vernunft walten zu lassen. Er ist definitiv der Sieger dieses Rennens gegen sich selbst.

12 Kommentare
  1. Michael Huth
    Michael Huth says:

    Wer Jörn Theissig kennenlernen darf, wird überwältigt sein von seiner Begeisterung für das, was er da tut. Ein Vorbild für alle, die sich nach Leidenschaft, Engagement und ein Stück Verrücktheit sehnen.
    Ein starker Typ, von dem jede Gesellschaft enorm profitieren kann.
    Meinen allergrößten Respekt und vor Allem… gute Besserung !!!
    Liebe Grüße
    Michael Huth

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  2. Bernhard + Gardy Läpke
    Bernhard + Gardy Läpke says:

    Lieber Jörn:

    Herzlichen Glückwunsch zu Deiner inspirierenden Leistung! Wir haben jede Meile mit unseren allerbesten Wünschen verfolgt und tüchtig unsere Daumen gedrückt. Deine Leistung ist enorm, und wir bewundern wie Du selbstlos vielen Patienten und ihren Familien der Psychoonkologie näher gebracht hast! Mit jedem Deiner Schritte hin zum Leben!! Im Namen vom Schmetterling: DANKESCHÖN!

    Wir respektieren Deine Entscheidung dass Deine Gesundheit Priorität ist. Es ist richtig so! Gute Besserung!!

    Du bist für Alle ein Vorbild, und wir wissen, dass Du sicherlich jetzt schon an Deine nächste Challenge denkst.

    Wir bewundern Dich und freuen uns auf ein gesundes Wiedersehen!
    Herzlichst, Gardy & Bernd (zur Zeit in Seattle)

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  3. Henning v. Gersdorff
    Henning v. Gersdorff says:

    Lieber Herr Theisig,
    Ich schliesse mich meinen Vorschreibern an und ziehe meinen Hut vor Ihrer Leistung und ebenso vor Ihrer Entscheidung den Lauf zu beenden. Wichtig ist, dass Sie sich jetzt vernünftig auskurieren, so dass keine beliebenden Schäden bleiben.

    Auf ein Wiedersehen sich freuend und mit besten Grüßen

    Henning v. Gersdorff

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  4. Claus Rohde
    Claus Rohde says:

    Lieber Jörn,

    Du hast unheimlich viel Strecke in kürzester Zeit bewältigt, das ist eine grandiose Leistung! Du hast in all der Zeit schon vorab so viel bewegt, dass die paar Schlussmeilen, die fehlen, nicht der Rede wert sind!

    Feiere die Meilen, die hinter Dir liegen! Und dann komme jetzt erst einmal nach Hause!

    Dein Freund Claus…

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  5. Maria
    Maria says:

    Lieber Jörn,
    da ist das Ziel schon zum Greifen nah und dennoch kann man die Ziellinie nicht überqueren.
    Mit Deinem Ehrgeiz, deiner Disziplin und Begeisterung hast DU uns alle angesteckt, angesteckt mitzumachen und mitzufiebern. Diese Erfolge stehen weit über dem (Nicht)Überqueren der Ziellinie, denn sie bleiben uns ALLE in Erinnerung. Wir zollen Dir Respekt und Annerkennung für DEINE Leistung – das ist es, was zählt!
    Behalte Deine Lebensfreude und das Gefühl daran, dass du dabei warst für ein Ziel: Menschen zu begeistern, Menschen zu helfen und sie damit ein bisschen glücklicher zu machen…
    Wir freuen uns auf deine Rückkehr!

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  6. Meinrad
    Meinrad says:

    Hochachtung Jörn, du hast dir richtige Entscheidung getroffen. Wenn der Körper nicht mehr will, ist es klug, auf ihn zu hören. Wir sind sehr, sehr stolz auf dich. Freue dich, dass du soweit gekommen bist, eine grandiose Leistung, und genieße die restlichen Tage im Yukon. Für uns war es aufregend und spannend, deinen Lauf täglich zu verfolgen. Wir waren fast hautnah dabei. Du hast viel und viele bewegt. Vielen Dank! Dank gilt auch Otmar und Ingrid für eine großartige Unterstützung und Berichterstattung. Das ist großer Sport! Eine gute Zeit, bis zum Wiedersehen in SWA oder FFM, viele Grüße, Meinrad

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  7. Ingo Röhl
    Ingo Röhl says:

    Gratulation Jörn.
    Den Worten von Otmar Debald ist nichts hinzuzufügen. Genieße trotzdem die letzten Tage am Yukon und komme gesund wieder nach Hause. Alle wirklich wichtigen Ziele sind erreicht.

    Ingo aus dem Daily Ultra

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  8. Steyer Kerstin
    Steyer Kerstin says:

    Lieber Jörn, du hast eine Spitzenleistung in aller Hinsicht vollbracht. Die gesamte so detaillierte und Umsichtige Vorbereitung deines Trainingszustandes und dass, was du mit deiner Idee der Spendenorganisation für den Verein Schmetterling auf den Weg gebracht hast! Und es ist ein großes Zeichen ! nicht nur für deine Frankfurter Umgebung, sondern ich denke eine Zeichensetzung in viel größerem Ausmaß! Feiere deine spitzen Leistung! Ich, wir ziehen, wie noch viele andere auch den Hut. Ich freue mich schon auf deine ausführlichen Berichte über deine Impressionen, die dir keiner mehr nehmen kann.

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  9. Tanja Kühne
    Tanja Kühne says:

    Lieber Jörn,
    Respekt für deine Entscheidung. Als ich das gelesen habe – kamen bei mir die Erinnerung aus meiner Karrieren als Leistungsportlerin hoch. Desto mehr habe ich Respekt und einfach Achtung vor deine Entscheidung. Klar, hast Du es vor gehabt das Ziel zu erreichen als Du am Start gestanden warst, als Du das ganze Jahr konsequent und leidenschaftlich trainiert hast nur für uns bist Du ein wahrer Gewinner!!! Du hast uns bewegt, hast uns inspiriert und Du hast das Thema „Psychoonkologie“ ins Licht geholt und somit vielen Menschen geholfen. Danke für Staunen, Gänsehaut und für wunderschöne Bilder vom Yukon! Gute Besserung und sei herzlichst gegrüßt, Tanja & Co.

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  10. Tschoäna
    Tschoäna says:

    Lieber Jörn. Hut ab vor Deiner Leistung. 520 km sind WAHNSINN!!! Und mega Respekt vor der Entscheidung aufzuhören. Ich kann mir vorstellen, dass das unendlich schwer gefallen ist. Aber wir haben nur einen Körper. Den hast Du gequält und damit anderen geholfen. Das ist eine spitzen Leistung auf die Du stolz sein kannst ohne Ende! Feier den Erfolg, jede zurückgelegte Meile und jeden Cent Spenden den Du mit dieser Aktion zusammenbekommen hast!

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