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[VIDEO] Jörn Theissig erzählt über das unerwartete Ende des Laufes nach Dawson City – und zieht ein Fazit.

Nun ist Jörn Theissig doch noch in Dawson City, dem Goldgräbernest im Norden des Yukon angekommen….allerdings nicht ausschliesslich zu Fuss. Er wurde wegen seiner Verletzungen an den Knöcheln mit dem Schneemobil vom Trail evakuiert. Nachdem sich zwei Ärzte die Beine angeschaut haben wurde er mit dem Auto nach Dawson City gefahren. Hier erzählt er vor historischer Kulisse vom Ausscheiden, welche Verletzungen ihn dazu gezwungen haben und er zieht ein Fazit des Spendenlaufs. Und er bedankt sich bei allen Spendern, die ihn unterstützt haben.

Wir werden in den nächsten Tagen hier eine Zusammenfassung des Rennens veröffentlichen und Ihnen nochmal die schönsten Bilder davon zeigen.

[Video] Der erste Tag in der „Hölle des Nordens“ ist überstanden …

…und plötzlich liegt Jörn auf Bronzekurs beim Arctic Ultra Marathon

Ausdauer, Mut und Durchhaltevermögen sind die Stärken, die Jörn Theissig in diesen Wettbewerb einbringen wollte und die er über ein Jahr lang trainiert hat. Es beginnt sich auszuzahlen. Nur noch 7 Läufer sind beim 430 Meilen Lauf unterwegs…von ursprünglich 19 gestarteten. Gestern morgen ist eine weitere Läuferin ausgeschieden….die Füsse wollten einfach nicht mehr. Und plötzlich liegt Jörn auf dem 3. Platz in der Kategorie der  Läufer. Den ersten Tag in der Hölle des Nordens hat er gut überstanden, auch wenn die Strecke ihm alles abverlangt hat. Er musste mit der 30 kg schweren Pulka mehr als 500 Höhenmeter klettern und einige zugefrorene Stellen an Flüssen und Seen überqueren. Nachdem er unter diesen erschwerten Bedingungen 34 Meilen gelaufen ist hat er sich sein kleines Zelt aufgebaut, Schnee geschmolzen um die Wasservorräte aufzufüllen und sich ein leckeres Elchgulasch auf seinem Benzinkocher zubereitet.  Kurz nach 20 Uhr ging es dann schon in den Schlafsack, damit er gegen 4 Uhr morgens wieder loskommt. Heute stehen weitere 34 Meilen auf dem Programm bis er zum letzten Checkpoint Scroggie Creek kommt. Dort wird er nochmal im Zelt des Checkpoints übernachten um am Mittwoch morgen die letzten 100 Meilen anzugehen.

Dawson City – Goldgräber Hochburg

Otmar und Ingrid Debald vom Verein Projekt Schmetterling sind schon in Dawson City angekommen und haben sich die Ziellinie  bereits angeschaut und einige schöne Bilder von der ehemaligen Goldgräber Hochburg gemacht. Hier wird Jörn – wenn alles gut geht – am Freitag einlaufen. Bis dahin müssen die maroden Füße noch gut 200 Kilometer gehen. Wir drücken Jörn die Daumen, dass die letzten Tage in der einsamen Wildnis erfolgreich sind.

 

Ernährung während des Rennens

Auf seinem Weg nach Pelly Farm hat sich Jörn gestern auch über seine Ernährung während des Rennens geäußert. Im folgenden Video berichtet er darüber, wie sein Körper ihm den ein oder anderen Streich gespielt hat und er sich völlig anders ernährt als ursprünglich geplant.

Ein legendäres Etappenziel ist erreicht – bevor es in die „Hölle des Nordens“ geht.

Legendäre Lasagne

Über 50 km vom nächsten Dorf entfernt ist die einsame Pelly Farm das beliebteste Etappenziel beim Yukon Arctic Ultra. Die tief verschneite Strasse zur Farm bietet wunderschöne Ausblicke. Der Empfang  durch die Besitzer der kleinen Farm ist überaus herzlich. Die Athleten sitzen in dem kleinen Wohnzimmer und werden fürstlich bewirtet. Sie dürfen auch im Haus übernachten…was Jörn und einige andere gerne in Anspruch nehmen. Legendär ist die Lasagne, die die Hausherrin in großen Mengen für die Gäste bereithält.

Rodelspass in Kanada

Jörn war heute 13 Stunden unterwegs. Auf der hügeligen Strasse nach Pelly Farm ging es gut voran. Bergab hat Jörn zum erstenmal die Pulka als Rodelschlitten genutzt…wie man in dem Video sieht mit Erfolg und viel Spaß.

Erste körperliche Beeinträchtigungen bei Jörn

Die Sonne und die gute Stimmung mögen darüber hinweg täuschen, dass das Rennen weiterhin sehr anstrengend ist. Gut 450 km hat Jörn nun in 8 Tagen hinter sich gebracht. Die Fussgelenke schmerzen etwas, aber behindern ihn nicht beim Laufen. Heute sind weitere 4 Athleten ausgeschieden. In der Kategorie 430 Meilen Läufer sind nur noch 8 Teilnehmer im Rennen…von ursprünglich 19 gestarteten. Die schwierigste Phase des Rennens steht Jörn aber noch bevor. Von Pelly Farm führt die verbleibende Strecke ca 250 km durch völlige Einsamkeit. Diese „Hölle des Nordens“, die auch noch ziemliche Steigungen enthält, wird ihm alles abverlangen. Es gibt keine Übernachtungen mehr in Häusern…es gibt nur noch einen Checkpoint in der Wildnis…ein einfaches Zelt. Jörn wird also definitiv auf dem Trail übernachten müssen. Zum Glück bleibt das Wetter erträglich, mit maximal -15 Grad in den kommenden Nächten.

Die ersten sind schon da

Die Mountainbiker sind dieses Jahr die Gewinner. Der tief geforerene Schnee war der ideale Untergrund. Enrico Ghedoni hat heute Nachmittag das Rennen gewonnen und auch der zweite Derek Crowe ist schon im Ziel. Die beiden Läufer Hanno Heiss und Joel Casademont aus Spanien liegen bei 350 Meilen fast gleichauf. Sie dürften wohl am Dienstag Nachmittag hier in Dawson City einlaufen….vielleicht gibt es ja einen Endspurt. Wir werden berichten, denn Otmar und Ingrid Debald sind bereits in Dawson City und werden an der Ziellinie auf die Teilnehmer warten.

 

Tag 7 war ein entspannter Tag – nur 9 Stunden unterwegs und 45 km gelaufen

Valentinstag entspannter

Nachdem es gestern mit 66 km eine unerwartet lange und anstrengende Etappe gab, war der Valentinstag ein recht entspannter Tag für Jörn Theissig. Um 5 Uhr morgens ging’s los, durch immer tiefer verschneite Gebiete auf wunderbar präparierten Trails. Etwas mehr als eine Marathondistanz war nötig um am nächsten Checkpoint in Pelly Crossing anzukommen. Das hat Jörn dann auch gegen 15 Uhr geschafft. Danach war endlich mal Zeit den „Feierabend“ zu geniessen, was man Jörn bei seinem entspannten Interview auf einem Snowmobil anmerkt.

Genau 398 Kilometer ist Jörn nun in den ersten 7 Tagen des Rennens gelaufen. Es zwickt an einigen Stellen ganz ordentlich – zum Beispiel in den Fussgelenken – aber insgesamt ist Jörn in sehr guter Verfassung. Nur  die Ernährung läuft nicht ganz nach Plan. Es mischen sich immer wieder Heisshunger Attacken auf Gummibärchen ein…aber wer jeden Tag 9000 Kalorien verbraucht, kann sich das leisten.

Die Mitbewerber

Heute mussten leider weitere 4 Läufer aufgeben. Sie waren entweder hoffnungslos zurückgefallen oder haben sich Verletzungen zugezogen. Ein Warnzeichen für Jörn..auch wenn es gut läuft….es kann sich zu jeder Stunde ändern und manch einer ist noch am letzten Renntag gestolpert.

An der Spitze fährt Enrico Ghidoni ein einsames Rennen. Er hat fast 400 Meilen hinter sich und wird wohl am Sonntag in Dawson City mit neuem Streckenrekord einradeln. Und das mit 61 Jahren…ein Phänomen.

Auf dem Weg zum Checkpoint Pelly Farm

Morgen steht wieder eine relativ kurze Etappe an…31 Meilen, etwa 50 Kilometer muss Jörn bis zum Checkpoint Pelly Farm laufen. Am frühen Nachmittag erwarten wir Jörn dann dort. Auf der Farm soll es fantastische Lasagne geben. Darauf freut sich Jörn schon. Auf der Pelly Farm gibt es eine vorgeschriebene Pause von 8 Stunden, bevor es dann durchs Gebirge Richtung Dawson City geht. Die letzten 4 Renntage werden dann nochmal richtig schwer.

 

 

[VIDEO] Die Halbzeit ist geschafft – mit einem weiteren langen Marsch durch verschneite Wälder und über den zugefrorenen Yukon River.

Bergfest

Der Checkpoint MacCabe Creek, eine einsame Farm am Yukon River, markiert mit 216 Meilen genau die Hälfte der Distanz des Yukon Arctic Ultra. Auch wenn es jetzt nur noch das Zeitlimit am 13. Tag gibt, wollte Jörn unbedingt die Halbzeit heute feiern, und hat dafür einen weiteren sehr langen Marsch von 66 km in Kauf genommen. Kurz vor 21 Uhr kam er erschöpft in MacCabe Creek an. (Live Tracking – KLICK) Laut Rennplan wären heute eigentlich „nur“ 61 km zu laufen gewesen, aber dickes Packeis auf dem Yukon River hat einige Umwege erfordert. Dafür wurde Jörn mit wunderbaren Eindrücken vom zugefrorenen Fluss entschädigt. Ein großer Teil der Strecke ging heute auch durch lange, tief verschneite und einsame Waldschneisen entlang des Flusses. Er hat unterwegs einige schöne Aufnahmen der heutigen Etappe gemacht.

Viele Teilnehmer sind ausgefallen

Mittlerweile sind nur noch 23 Teilnehmer im Rennen. Mit Ausnahme der Spitze von 3 Teilnehmern sind die Abstände der verbliebenen Teilnehmer recht gering. Jörn liegt etwa im Mittelfeld. Ganz vorne gab es einen Führungswechsel. Enrico Ghedini fährt ein furioses Rennen auf seinem Mountainbike. Er hat bereits mehr als 325 Meilen absolviert und den bislang führenden Kanadier Derek Crowe überholt. Das sieht nach neuem Streckenrekord aus. Bei den „Fussgängern“ führt weiterhin der Südtiroler Hanno Heiss, der nach einer Pause in Carmacks nun wieder „Gas gibt“.

Videobericht von Jörn

‚Kurze‘ Strecke

Morgen geht es weiter nach Pelly Crossing, wo der Checkpoint in der Turnhalle des kleinen Ortes aufgbaut ist. Jörn hat bis dorthin „nur“ 28 Meilen zu laufen, also etwa eine Marathon Distanz. Nach mehreren Tagesetappen über 60 km ist das ja fast erholsam…allerdings werden die Beine nach so vielen Mammutetappen auch langsam schwerer.

Wir drücken Jörn die Daumen.

 

 

Das entscheidende Zwischenziel hat Jörn Theissig geschafft – das Zeitlimit in Carmacks konnte er einhalten.

Knallhartes Zeitlimit

Beim Arctic Ultra gibt es nach 175 Meilen ein sehr selektives Zeitlimit…wer den Checkpoint Carmacks nicht nach genau viereinhalb Tagen erreicht, darf nicht mehr weitermachen. Jörn hat die letzten beiden Tage gekämpft wie ein Löwe, um diese Marke nicht zu verpassen…und er hat es gestern Abend geschafft. Um 19:08 lief er in Carmacks ein….über 3 Stunden vor dem cut-off. Dafür musste er vorgestern 75 km und gestern nochmal 55 km marschieren. Nun kann er den Rest des Rennens ohne großen Zeitdruck angehen. Er muss nun nur (!) noch im Schnitt 50 km pro Tag laufen, um pünktlich in Dawson City anzukommen. Das ist immer noch mehr als ein Marathon pro Tag….und mehr als 400 km insgesamt. Die Strecke wird jetzt auch noch anspruchsvoller. Es sind einige Höhenmeter zu absolvieren und die letzten 150 Meilen führen durch Wege weit ab von Zivilisation.

Warme Dusche – ein erster ‚Luxus‘

Nach Ankunft in Carmacks gab es zum ersten und einzigen Mal während des Rennens eine warme Dusche und ein Bett im Gemeindezentrum des kleinen Orts am Yukon Fluss. Gegen 4 Uhr morgens wird Jörn weiter marschieren. Heute stehen 38 Meilen, knapp 60 Kilometer auf dem Programm, bis zum nächsten Checkpoint auf der McCabe Farm.

Geniale Fotos

Der Fotograf des Arctic Ultra, Yann Besrest-Butler hat heute einige schöne Aufnahmen von Jörn gemacht, von denen wir eine kleine Auswahl diesem Newsletter beifügen. Vielen Dank an Yann, der in London lebt, dass er uns die tollen Bilder ohne Honorar zur Verfügung stellt. Infos über Yann´s Arbeit gibt es auf www.yannbb.com

 

Spannende Kämpfe an der Spitze

Ganz vorne ist das Rennen wieder richtig spannend geworden. Der Italiener Enrico Ghedini ist in die letzten 24 Stunden auf seinem Mountainbike praktisch durchgefahren und liegt nur noch 5 Meilen hinter Derek Crowe, der in Carmacks noch 8 Stunden Vorsprung hatte. Hanno Heiss scheint seine Probleme in den Waden überwunden zu haben und führt die 430 Meilen Läufer an…er ist schon 50 Meilen weiter als Jörn.  Eine ganze Reihe weiterer Läufer ist heute wegen Verletzung oder Ermüdung ausgeschieden. Von den 35 Läufern die die 300 Meilen oder die 430 Meilen laufen wollten, sind nur noch 15 unterwegs…unter ihnen Jörn Theissig.

Herzlichen Glückwunsch schon jetzt zu dieser tollen Leistung.

 

Fotos: (c) Yann Besrest-Butler, www.yannbb.com

Jörn Theissig schafft neuen Distanz Rekord – und überwindet einen wichtigen Meilenstein

Rennbericht Tag 4

Um 3 Uhr morgens ging Jörn Theissig auf die längste Etappe dieses unglaublichen Ultra Marathons.  Als er um 20 Uhr im Checkpoint Ken Lake ankam, lagen 73 km hinter ihm.  Das entspricht fast zwei Marathonläufen an einem Tag….und das am 4. Tag des Rennens. Diese Etappe war auch gleichzeitig ein emotionaler Meilenstein für Jörn…bei seiner ersten Teilnahme vor zwei Jahren war hier Schluss…weil er und sein Partner Christoph Kurth das Zeitlimit für diese Etappe nicht schafften. Nun blieb Jörn trotz der großen Kälte zu Beginn des Rennens deutlich unter dem Zeitlimit…und darf weiter laufen.

Entschädigt wurde Jörn für diesen Kraftakt durch die unglaublich schöne Landschaft rund um den Ken Lake. Zugefrorene Seen, verschneite Wälder und ein herrlicher Sonnenuntergang waren ein unvergesslicher Anblick. Kurz nach 21 Uhr legte sich Jörn dann müde in sein kleines Zelt, dieses mal ohne Sorge, dass er vor Kälte zittern müsste. Es ist deutlich wärmer geworden im Yukon. Tagsüber waren es nur noch etwa – 20 °. Das ist seine Wohlfühltemperatur. Im Laufe der Woche soll es dann noch etwas „wärmer“ werden. Das ändert nichts daran, dass er noch gut 460 Kilometer bis nach Dawson City zu gehen hat.

Die anderen Athleten

Die Spitze des Rennens ist enger zusammen gerückt. Die beiden führenden Italiener Enrico Ghedoni und Hanno Heiss mußten den ganzen Tag im Checkpoint verbringen. Enrico hatte einen Defekt am Hinterrad seines Mountainbikes und konnte erst am Abend weiterfahren. Hanno Heiss mußte seinem hohen Anfangstempo beim Laufen Tribut zollen und wegen Schmerzen in der Wade eine 24 stündige Pause einlegen. Einzig Derek Corwe aus Kanada führt einsam die Spitze auf seinem Mountainbike an. Er hat jetzt schon deutlich über 200 Meilen geschafft, fast die Hälfte des Rennens.

 

 

Tag 3 – Knapp 100 Meilen sind geschafft – ein langer Tag endet mit einem großen Hamburger

65km an einem Tag

Der 3. Tag des Yukon Arctic Ultra begann für Jörn Theissig um 5 Uhr morgens. Gut ausgeruht nach einer Nacht im beheizten Checkpoint Zelt ging er die 65 km nach Braeburn kraftvoll an. Er hat sich heute hervorragend gefühlt und ist ein stetiges Tempo von 5 km/h gelaufen. Pünktlich um 17 Uhr kam er in der Braeburn Lodge ca. 100 km nördlich von Whitehorse an, die berühmt ist für ihre übergroßen Hamburger und die leckeren Cinnamon buns. Den dicken Hamburger hatte er sich auch redlich verdient.

Das erste Fünftel des Rennens ist geschafft…und es war um einiges schwerer als gedacht. Die extremen Temperaturen haben viel Disziplin im Umgang mit Kleidung und geschickte Renntaktik erfordert. Mehr als ein Drittel der Athleten musste bereits aufgeben.  Zum Glück wird es nun wärmer im Yukon…was immer noch bedeutet, dass es um die 25 bis 30 Grad kalt ist…aber nicht mehr so extrem wie in den vergangenen beiden Nächten.

 

Etappe zum Checkpoint Ken Lake

Heute steht wieder eine sehr lange Etappe von über 70 km an, bis zum Checkpoint Ken Lake. Hier musste Jörn vor zwei Jahren aufgeben, weil er das Zeitlimit nicht einhalten konnte. Dieses mal sieht es besser aus. Er hat etwa 16 Stunden Puffer bis zum Zeitlimit und fühlt sich gut.

Ganz vorne gibt es weiterhin ein Kopf-an-Kopf Rennen zwischen dem Läufer Hanno Heiss aus Italien und dem Mountainbiker Derek Crowe aus Kanada. Beide haben bereits den nächsten Checkpoint Ken Lake erreicht, liegen also schon einen  ganzen Tag vor dem Feld.

Jörn Theissig wird eine kurze Nacht in der Braeburn Lodge verbringen und dann gegen 2 Uhr morgens zum langen Marsch nach Ken Lake aufbrechen. Diese Etappe wird mit über 70 km eine der längsten des Rennens werden. Drücken Sie ihm die Daumen, dass es weiter so gut für ihn läuft.

 

 

Tag 2 des Yukon Arctic Ultra – eine echte Prüfung für alle Athleten

Jörn Theissig ist noch im Rennen

Die gute Nachricht vorweg: Jörn Theissig ist noch im Rennen, er ist gesund und guten Mutes. Die auch für hiesige Verhältnisse ungewöhnliche Kälte erfordert allerdings eine andere Strategie. In der ersten Nacht musste Jörn schon Temperaturen von unter -40 Grad meistern. Selbst im Arktis erprobten Schlafsack war es so kalt, dass an langen Schlaf nicht zu denken war. Also ist er einfach weitergelaufen um warm zu bleiben. Gegen 14 Uhr Ortszeit – 4 Stunden vor Zeitplan – kam er am zweiten Checkpunkt Dog Grave Lake mitten in der Wildnis des Yukon an. Dort wollte er zunächst 3 Stunden im geheizten Zelt  schlafen, um dann gemäß Rennplan den ganzen Abend weiter zu laufen.  Gegen 19 Uhr Ortszeit hat er sich dann entschlossen, die Nacht am Checkpoint zu bleiben. Das Risiko mit feuchten Kleidern in eine weitere Nacht mit -45° zu starten war ihm zu groß. Eine sehr vernünftige Entscheidung.

Durchdachte Ausrüstung – trotzdem erste Ausfälle

Bislang hat er dank durchdachter Ausrüstung und großer Disziplin Erfrierungen vermeiden können. Nicht allen Athleten ging es so gut. Es gibt bereits mehr als 10 Ausfälle, die meisten wegen Frostbeulen unterschiedlichen Grades.. Ein Athlet wurde per Helikopter evakuiert um seine Erfrierungen an Zehen und Fingern schnell zu behandeln. Es geht ihm zum Glück gut.

Streckenrekord in Sicht

Tag2LandschaftGanz vorne im Rennen sind eine Handvoll richtig schnelle Athleten unterwegs. Wider Erwarten sind die Mountainbiker nicht ganz alleine. Hanno Heiss aus Italien ist zu Fuss praktisch genau so schnell wie die beiden Mountainbiker Derek Crowe aus Kanada und Tim Sommers aus  Australien. Sie alle haben schon fast die doppelte Distanz von Jörn Theissig geschafft und sind auf dem Weg zu neuem Streckenrekord…. wenn sie ihr Tempo halten können und mit der Kälte zurecht kommen.

Weitere Informationen über das Rennen gibt es auf der Facebook Seite Yukon Arctic Spendenlauf.

Jörns Position im Rennen können Sie über das Live Tracking System verfolgen.

 

 

[VIDEO] Der Startschuss ist erfolgt….und der erste Tag lief richtig gut

Endlich – der Startschuss

Nach über einem Jahr der Vorbereitung war gestern der Tag X für Jörn Theissig…Startschuss zum Yukon Arctic Ultra Marathon. Bei ca -30° gingen um 10:30 Uhr Ortszeit knapp 80 Sportler auf den langen Weg….darunter auch einige „Kurzstreckenläufer“, die nach 26, 100 oder 300 Meilen ins Ziel kommen wollen.

Gute Bedingungen

Die Kälte hat den Schnee sehr griffig gemacht, so dass Jörn schnell Zeit gut machen konnte. Er kam fast zwei Stunden früher am ersten Checkpoint an als geplant und liegt damit im vorderen Drittel der Konkurrenz. Am Checkpoint gab es ein wärmendes Feuer, eine warme Suppe und heissen Tee. Nach ca 1 Stunde Aufenthalt ging Jörn dann wieder los um noch weitere 12 Kilometer zu laufen, bevor er gegen 22 Uhr sein kleines Zelt am Fluss aufbaute und sich in seinen Arktis erprobten Schlafsack legte. Otmar Debald hält Kontakt mit Jörn per Satellitentelefon und hat ihm noch eine angenehme Nachtruhe wünschen können. Lange wird diese aber nicht dauern…um 2 Uhr morgens soll es schon weiter gehen. Heute steht eine sehr einsame Strecke am sogenannten Dog Grave Lake [LIVE Tracking hier] an bevor es morgen dann wieder durch eine kleine bewohnte Siedlung gehen wird.

Das Rennen wird von der kleinen Gruppe der Mountainbiker angeführt. Der harte Schnee ist für sie idealer Untergrund. Der führende Derek Crowe aus Kanada hat bereits die doppelte Distanz der meisten Läufer geschafft.  Sein Plan war, die erste Nacht durchzufahren, während sich nahezu alle Läufer einen Schlafplatz gesucht haben. Die wenigen Langläufer im Feld sind übrigens etwa so schnell wie die Läufer.

Leider gab es auch schon gleich zu Beginn einige Ausfälle.

Ein Schweizer Teilnehmer musste schon nach 12 Meilen krankheitsbedingt aufgeben, ein französicher Läufer hatte sich im Training Frostbeulen geholt, so dass er erst gar nicht zum Rennen zugelassen wurde. Einige Läufer waren schon am ersten Checkpoint von der Kälte und der Anstrengung gezeichnet. Es herrschen weiterhin klirrend kalte Temperaturen und man sieht, dass viele unerfahrene Teilnehmer mit ihrer Ausrüstung und der Kälte Probleme haben…nicht mit ihrer Kondition.

Vor Ort

Wir werden von nun an täglich über den Rennverlauf in unserem Blog berichten. Otmar und Ingrid Debald vom Verein Projekt Schmetterling, sind vor Ort in Kanada und werden Jörn an den meisten Checkpoints persönlich treffen und berichten.

Video

Hier ein kleines Video direkt vom Start vom Yukon Arctic Ultra Marathon: